Praxis für Psychoanalyse Praxis für Psychoanalyse Praxis für Psychoanalyse Sonja Wuhrmann | Sprecherstrasse 4 | 8032 Zürich

Schwierigkeiten können unüberwindbar erscheinen, und der Leidensdruck kann so gross werden, dass eine therapeutische Unterstützung notwendig wird. Die psychoanalytische Theorie geht davon aus, dass aktuelle Schwierigkeiten fast immer in Verbindung mit Erfahrungen aus der Kindheit stehen.

Durch unbewusste Wiederholungen in bestimmten Lebenssituationen werden alte Konflikte reaktiviert, die sich im sozialen Kontext behindernd bemerkbar machen. Psychische Schwierigkeiten als das Ergebnis von Kommunikationsstörungen zwischen Menschen zu verstehen, ermöglicht es uns, diesen mit mehr Verständnis für sich selber zu begegnen.

In der psychoanalytischen Arbeit versuchen Klient und Psychoanalytikerin diese Kommunikationsstörungen zu eruieren, ihnen einen Sinn zu geben und sie damit verständlich zu machen. Wenn das gelingt, wird eine korrigierende emotionale Erfahrung möglich.

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Am Anfang einer Beratung oder Therapie steht die Abklärung. Das sind in der Regel zwei bis drei Sitzungen, welche dazu dienen, die belastende Situation, die zur Kontaktaufnahme geführt hat, zu verstehen und ihr einen Sinn in der aktuellen Lebenssituation zu geben. Danach erst wird entschieden, welche Art der Behandlung sinnvoll ist.

Sonja Wuhrmann

Wenn sich die Klientin oder der Klient schon in der ersten Sitzung wahrgenommen und verstanden fühlt, dann ist die Basis gelegt, auf welcher eine gute Zusammenarbeit möglich ist. Denn die Therapeutin kann dem Klienten auf dem Weg zum Selbstverständnis helfen, sie ist aber auf seine Bereitschaft angewiesen, eine Veränderung auch wirklich zu wollen. Gemeinsam versuchen Klient und Therapeutin herauszufinden, wie diese Veränderung und der Weg dahin aussehen könnte. 

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Oft kostet der erste Schritt zur Kontaktaufnahme eine grosse Überwindung und der Leidensdruck kann sehr hoch sein. Diesem Umstand wird Rechnung getragen, in dem ein Erstgespräch so schnell wie möglich angeboten wird. Bereits dies kann schon eine Entlastung bedeuten. Wenn sich dann herausstellt, dass die Klientin oder der Klient zur Klärung einer belastenden und den Alltag behindernden Situation nicht in eine eigentliche Therapie einsteigen muss oder will, so ist in diesem Fall die Methode der Wahl eine Psychologische Beratung. Sie wird als stützende Begleitung in einem begrenzten Problemfeld verstanden und dauert weniger lang als eine Therapie. Eine Beratung kann in unregelmässigen Abständen oder zum Beispiel vierzehntäglich stattfinden oder eine begrenzte Anzahl Sitzungen beinhalten.

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Der anspruchsvollste und aufwändigste Weg, zu einem vertieften Verständnis der eigenen Person zu kommen, ist die Psychoanalyse. Darunter versteht man einerseits die Theorie, welche Sigmund Freud begründet hat, und andererseits deren Umsetzung in einer Behandlungsmethode. Eine Psychoanalyse findet in der Regel im Liegen statt. Der Klient liegt auf einer Couch, die Analytikerin sitzt hinter ihm. Zwei- bis viermal pro Woche lässt der Analysand seinen Assoziationen während der Sitzung freien Lauf.

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Aus dem, was er sagt, was er erzählt, was ihm einfällt, versuchen Analytikerin und Analysand das, was verdrängt und damit unbewusst gemacht wurde, wieder bewusst zu machen. Die Analytikerin hilft dem Klienten, die ursächlichen Zusammenhänge seines Leidens zu verstehen, was ihm ermöglicht, im Prozess der Psychoanalyse korrigierende emotionale Erfahrungen zu machen.

Eine psychoanalytische Therapie bedingt in der Regel eine oder zwei Sitzungen pro Woche über eine längere Zeitspanne. In deren Verlauf gelingt es der Klientin oder dem Klienten, sich selber und das eigene Verhalten besser zu verstehen, in dem unbewusst Gemachtes bewusst werden kann.

Die Theorie entspricht jener der Psychoanalyse, in der Regel dauert eine Psychotherapie aber weniger lang. Oft beendet die Klientin die Therapie, wenn der Leidensdruck verschwunden ist.

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Paare nehmen eine Beratung oder eine Therapie in Anspruch, wenn der Leidensdruck so gross geworden ist, dass es nicht mehr ohne Hilfe von aussen geht. Die psychoanalytische Paarberatung geht davon aus, dass sich ein Paar auf einer unbewussten Ebene ergänzt. Was in der Phase der Verliebtheit als Ergänzung seiner selbst erlebt wurde, kann zu einem ständigen Ärgernis und einem Konfliktherd werden, sodass sich das Paar nicht mehr ergänzt, sondern erbittert streitet. Die Paarberatung legt den Fokus auf das gemeinsame Unbewusste und versucht, einen Zwischenraum zu eröffnen, im dem sich das Paar wieder begegnen kann.

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Frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Psychologin und einem Psychiater?
Antwort: Eine Psychologin hat ein Grundstudium in Psychologie absolviert. Eine anerkannte Psychologin und Psychotherapeutin verfügt über eine Kantonale Praxisbewilligung, sodass die Zusatzversicherungen die Kosten teilweise übernehmen. Über die Grundversicherung kann eine Psychotherapie nur laufen, wenn ein Anstellungsverhältnis in einer psychiatrischen Praxis besteht. Ein Psychiater hat Medizin studiert und ist Dr.med. Er kann Medikamente verschreiben, Zeugnisse ausstellen und wie alle Ärzte über Grundversicherung abrechnen.

Frage: Und was unterscheidet eine Psychologin von einer Psychoanalytikerin?
Antwort: Ein Diplom ode ein Lizenziat in Psychologie bedeutet eine Grundausbildung. Eine Pschoanalytikerin hat danach eine spezifische Weiterbildung absolviert und sich mehrere Jahre lang mit der Psychoanalytischen Theorie und Praxis auseinandergesetzt. Sie arbeitet dementsprechend mit der psychoanalytischen Methode.

Praxis für Psychoanalyse & Gruppenanalyse Sonja Wuhrmann, Zürich | FAQs

Frage: Warum muss man bei der Psychoanalyse liegen?
Antwort: Die klassische Freud'sche Analyse findet im Liegen statt, weil die Konzentration und Aufmerksamkeit sich selber gegenüber leichter fällt, wenn sich Analytikerin und Analysand nicht gegenüber sitzen. Beide können sich dem Erzählten intensiver zuwenden und Verbindungen herstellen, die den Weg zum Selbstverständnis ebnen.

Frage: Manchmal hört man, dass die Psychoanalyse eine veraltete Methode sei, und dann liest man wieder, dass sie immer noch eine der wirksamsten Therapien sei. Was stimmt jetzt?
Antwort: Sigmund Freud hat die Psychoanalyse begründet und damit Kultur und Gesellschaft im letzten Jahrundert stark beeinflusst. Begriffe wie "unbewusst", "verdrängt" oder der "Freud'sche Versprecher" sind längst in die Alltagssprache eingeflossen. Die psychoanalytische Theorie selbst hat sich während dieser Zeit laufend weiterentwickelt. Gerade heute gewinnt die Pschoanalyse wieder an Aktualität, weil nachgewiesen werden konnte, dass es ein Verdrängtes gibt oder dass längjährige analytische Therapien wirksam sind.

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